Donnerstag, 18. Mai 2017

kalte Ayran-Gurkensuppe


Kennt ihr Ayran? Ein köstliches Erfrischungsgetränk aus Joghurt und Wasser mit etwas Salz, das ursprünlich aus dem Kaukasus stammt, aber mittlerweile in fast jedem Supermarkt in der Kühltheke zu finden ist. Heute wird es heiss in Berlin, sehr heiss, 30 Grad sollen es werden. Wer denkt da schon an Essen? Perfekt passt meine würzige Ayran-Gurken-Suppe, ich vermeide mal den überstrapazierten Begriff “grüner Smoothie”.
Zutaten für 4 große Gläser:
2 Bio-Gurken (unbedingt Bio, denn die Schale - das nährstoffreichste an der ganzen Gurke ) wird natürlich verwendet
1,5 Liter Ayran (man kann auch Buttermilch nehmen, oder selber Joghurt und Wasser mixen)
Saft einer Zitrone, ein Bündel Dill, eine handvoll Kresse, ein paar Blätter Minze, ein paar Stängel Schnittlauch, 1/2 Gemüsezwiebel, 2-3 Knoblauchzehen, schwarzer Pfeffer zum Nachwürzen.
Alles ab in den Mixer und eiskalt genießen!!




"Bitte nimm mich mit!"




Kennt ihr das auch? Ihr geht nichtsahnend in den Supermarkt eures Vertrauens und auf einmal blickt euch dort ein kleines Pflänzchen an und sagt laut und deutlich: "Bitte nimm mich mit!"
Heute mir so passiert, dieser winzig kleine Olivenbaum fühlte sich so offensichtlich unwohl zwischen Schnitt-Tulpen und Hornveilchen dass wir ihn (und einen seiner Kompagnons) spontan adoptierten. Nun wohnt er bei uns auf dem Dachgarten und fühlt sich anscheinend pudelwohl.

Samstag, 6. Mai 2017

Natur ist Natur ist Natur

 +++++   Ganz unten gibt´s ein Update ++++

Natürlich (sic!) herrscht in der Natur "fressen und gefressen werden". Aber als Mensch hat man auch schnell seine Sympathien verteilt: Wer soll überleben, die arme kleine kranke Antilope oder der Löwe? Das süsse kleine Häschen oder der Greifvogel? Meine Sympathien sind momentan bei den kleinen Meisen im Brutkasten. Heute großes Erschrecken: Das Holz rings um das Einflugsloch war über Nacht massiv beschädigt. Hier ein Bild vor der Attacke von vorgestern:


und so sieht es heute aus:







Im Verdacht haben wir den Buntspecht, der in der direkten Nachbarschaft brütet und berüchtigt dafür ist auch mal als Nesträuber unterwegs zu sein und sich auf unserem Dachgarten recht wohl fühlt. Ganz offensichtlich hat er mit aller Macht versucht in den Brutkasten einzudringen. Es folgten bange Minuten, aber dann: Vogelmama kam nach Hause und musste offenbar ihre Jungen füttern. Also: Alles gut!
(PS: Ja, alles, auch wenn der Specht nicht an sein Fressen kam muss er nicht darben, bei uns gibt es stets genug Futter...)






Doch es wurde leider nicht besser, zwei Stunden später waren die Beschädigungen am Einflugsloch noch gravierender:


Zwischenzeitlich hatten wir sogar eines der beiden Eichhörnchen unter Verdacht, die uns regelmäßig auf dem Dachgarten besuchen, aber das interessierte sich zum Glück nur für das Futterhäuschen.

Nun haben wir uns für ein paar Euro im Internet einen sogenannten "Spechtschutz" besorgt, den man vor das Einflugloch des Nistkasten schraubt.

Endlich herrscht Ruhe :-)








Freudiges Update:
Soeben hat ein putzmunterer Nestling den Nistkasten verlassen, das Foto zeigt ihn ca eine Skunde vor seinem ersten, naja, "Abflug"












Montag, 1. Mai 2017

Spargelsuppe India Style

 

 Auf der Rückfahrt von Linum - wo wir übrigens diesen spekakulären Anblick erleben durften, das Nest einer Beutelmeise - kauften wir beim Spargelbauern in Kremmen fürs Wochenende einen dicken Batzen frischen Spargel direkt vom Feld. Heute mittag gibt es Spargelsuppe India Style als Vorsüppchen für ein Spargelmenu . Erst den ganzen Spargel schälen, und die Stangen für den Hauptgang in einem feuchten Tuch im Kühlschrank zwischenlagern.
Das Süppchen benötigt nämlich ein bisschen Zeit.....

 

Kurkuma, Koriander, Kardamom

Für jeden Suppengast 1-2 Stangen Spargel in löffelgerechte Stücke schneiden, dann pro Person etwa 300 ML Wasser in einen Topf geben, die gesamten Spargelschalen dazu, einen TL Hühnerbrühe und eine Stunde lang sanft köcheln lassen. Die letzten 5 Minuten dürfen dann auch die Spargelstücke ins Badevergnügen. Weiter geht es:  Pro Person 100 Gramm Butter langsam erwärmen, und zurückhaltend (ich habe jeweils nur eine Messerspitze verwendet) würzen mit allem, was die indische Küche hergibt. Man kann auch normales Curry-Pulver verwenden falls man die Gewürze nicht im Haus hat. Ich nahm zusätzlich noch Ingwer, Bockshornklee, Chilipulver sowie die oben erwähnten Gewürze und den Saft einer halben Zitrone.
Nun rührt man ein paar EL Mehl in die Butter, bis sich eine klumpfreie sämige Masse bildet, und gibt das mittlerweile intensivst nach Spargel schmeckende Kochwasser kellenweise hinzu, schön verrühren. Wer mag kann noch ein Schlückchen Weisswein hinzugeben. Mit Pfeffer nach Belieben abschmecken, auf Suppenteller geben und - halbwegs gerecht - die Spargelstücke verteilen.


Man kann das Süppchen nach Belieben noch veredeln, uns schmeckte es sehr lecker mit Lachs, Kaviar und frischer Kresse.



Freitag, 28. April 2017

Sommer auf dem Teller: Mediterrane Tomatensuppe

 

Der Frühling schwächelt, so richtig kommt er
nicht in Gang. Also wird es dringend Zeit sich den Sommer auf den Teller zu holen: Mediterrane Tomatensuppe. Und wenn Kompetenzen sich ergänzen dann kommt dabei ein Ergebnis heraus das die Herzen höher schlagen lässt. In diesem Fall: Basilikum, Rosmarin, Salbei, Lorbeer, Thymian und Oregano. Sie verleihen der Tomatensuppe erst den Geschmack von Sommer, Urlaub und mediterranem Genuss.

Was wir ansonsten benötigen: Zwiebel, Knoblauch, Tomaten (ich nehme die Version für faule Köche, nämlich schon fertig und gestückelt), grüne Paprika, Gemüsebrühe, ein Glas Rotwein, Olivenöl.

Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten, mit dem Rotweinablöschen, alles ein paar Minuten köcheln lassen, mit Gemüsebrühe auffüllen und ab in den Mixer. Zusammen mit den Kräutern fein pürieren, eventuell noch mit Salz & Pfeffer abschmecken.





Zur Suppe passen perfekt Ciabatta-Croutons. Brot in finderdicke Scheiben schneiden und grob Würfeln. In einer Pfanne Olivenöl und getrocknete italienische Kräuter erhitzen und die Brotwürfel langsam und vorsichtig bräunen, danach auf ein Küchtuch zum trocknen geben.
Und nun: Buon Appetito!!





Mittwoch, 19. April 2017

Mini-Sträußchen am Fenster


Auf einmal ist es draußen wieder so richtig fies: Kalt, windig, regnerisch, es schneit sogar! Um so wichtiger dass man sich den Frühling ns Haus holt. Und da genügt schon der allerkleinste Blumenstrauß um ein bisschen Sonne ins Herz zu zaubern. Meine hängen an Mini-Vasen an schönen Bändern am Fenster. Und da die Sträußchen so extremst winzig sind kann man auch ganz ungewöhnliche Kombinationen wagen.


Tulpe ("Sensual Touch", die in ein paar Tagen satt-orange und riesig aufgeht) mit Olivenzweig:



Oder Vergissmeinnicht mit Märzenbecher:



Oder vielleicht Traubenhyazinthe mit Bärlauchklüte?


 ( und ja, ich weiss, die Fenster müssten dringend geputzt werden, aber wir warten bis nach der Baumblüte. )

PS: Auch auf dem Tisch können Miniväschen ihren ganz großen Auftritt haben, schon ein paar kleine Blümchen vermitteln nämlich den Eindruck von Opulenz & Fülle:


 



Auch schön: Tulpenwiese auf dem Tisch







Frühblüher auf dem Tisch
 

Dienstag, 11. April 2017

Ostereier färben



macht Spaß! Zu Ostern mag ich es lieber eher schlicht, aber diese raffiniert gefärbten Eier gefallen mir gut. Der Trick ist allerdings bar jeglicher Raffinesse: Man legt die Eier nur jeweils zu einer Hälfte (entweder quer oder längs) in ein Färbemittel. Damit sie nicht komplett "untergehen" stützt sie ein Löffel als Hilfsmittel (siehe linkes Bild)


Man lässt sie dann kurz trocknen und legt sie in eine andere Farbe, wiederholt das Ganze nach Lust & Laune, sodass irgendwann alle Stellen des Eis gefärbt sind. Gerade die Bereiche, auf denen sich die Farben überlappen ergeben tolle Effekte.

Sonntag, 9. April 2017

Unsere Roten Mauerbienen - das große Krabbeln hat begonnen!

Jedes Jahr erreichen uns neue Hiobsbotschaften, alleine im benachbarten Brandenburg sollen bis zu 40% der Bienenvölker den Winter nicht überlebt haben. Die Ursachen sind vielfältig. Die Varroa-Milbe, Rückstände von Pestiziden in Pflanzen, eine steigende Mäusepopulation.... Fest steht: Ohne die Bienen stirbt der Mensch. Sie - und andere Blütenbestäuber - sind die Garanten für Artenvielfalt und sorgen für die Verbreitung unzähliger Pflanzen, die Mensch und Tier als Nahrung dienen.

Nachdem wir vor zwei Jahren schon gute Erfahrungen mit den Gehörnten Mauerbienen machten sollten es dieses Jahr Rote Mauerbienen (Osmia Bicornis) sein. Als Bienenhotel dient wieder unser Nistblock, der aus übereinander gestapelten Nistbrettern besteht, in die Rillen gefräst sind, die den Mauerbienen als Niströhren dienen. Schon vor einigen Tagen erreichte uns per Post ein kleiner Karton, in dem 100 Rote Mauerbienen in ihren Kokons Winterschlaf hielten.
Da bei uns oben auf dem Dachgarten das Nahrungsangebot noch recht überschaubar war wurde ihr Nickerchen künstlich verlängert: Sie kamen kurzerhand in den Kühlschrank.
Doch heute fing der Pflaumenbaum endlich an prächtig zu blühen, also konnte das große Krabbeln beginnen!
Das Bienenhotel wurde in einem Terrakotta-Kübel direkt neben den Pflaumenbaum gestellt, rechts und links fangen zudem zwei Apfelbäumchen an zu blühen.



Wir mussten nicht lange warten, schon bald kamen die ersten Roten Mauerbienen aus ihren Kokons geschlüpft.
Beim nächsten Bild sieht man in der Bildmitte eine Biene beim Schlüpfen.





Nur Minuten nach dem Schlüpfen fingen sie an, die Umgebung zu erkunden, überall schwirrten sie umher und fühlten sich offenbar sofort heimisch.














In den kommenden Wochen werden die Bienenweibchen die Niströhren im Hotel mit Pollen und Nektar füllen, und dann dort ihre Eier ablegen. Die Larven fressen die Nahrungsvorräte und spinnen sich dort ihren Kokon, in dem sich die Larven verpuppen.
Wenn alles gut geht entwickeln sie sich bis zum Spätsommer zu neuen Bienen.
Im Herbst wird das Bienenhotel geöffnet, die Kokons entnommen und kommen erneut in einen Überwinterungskarton am besten in den Kühlschrank.
Und im nächsten Frühjahr beginnt das große Krabbeln von vorn!
Rote Mauerbienen fliegen übrigens nur etwa 4 Wochen lang. Man muss keinerlei Befürchtungen haben gestochen zu werden: Da sie im Gegensatz zu Honigbienen keinen Staat und keine Königin verteidigen müssen sind sie vollkommen harmlos und niemals aggressiv. Man benötigt auch keinen Garten, es reicht ein kleiner Balkon vollkommen aus.