Mittwoch, 4. November 2015

Gruß aus der Küche: Wachtelei mit Räucherlachs



Ich bin gerade beim Probe-Kochen für ein festliches Weihnachts-Menu und immerhin schon beim "Gruß aus der Küche" angelangt. Diese schöne Tradition - auch bekannt als "Amuse Gueule" oder "Amuse Bouche", also Gaumen/Mund-Freude, wird im privaten Kreis viel zu selten gepflegt. Dabei macht es Spaß, winzig kleine Häppchen zu kreieren, die die Vorfreude auf das Menu steigen lassen. Und - zugegeben: Man kann auch ein ganz klein bisschen dabei angeben.....


Ich teste heute Wachteleier aus dem Wasserbad. Wachteleier gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, sie klingen exklusiv und teuer, sind es aber nicht: Gut 10 bis etwa 20 Cent kostet ein Ei. Geschmacklich sind sie den Hühnereiern eindeutig überlegen, sie haben einen sehr kräftigen Geschmack und ein leicht nussiges Aroma. Aber sie sind nicht einfach zu handhaben, denn sie haben einerseits eine sehr dünne Schale und andererseits eine äußerst zähe Eihaut. Einfach aufschlagen kann man sie nicht. Am besten geht es so: Man nimmt ein geriffeltes Messer, schlägt sanft auf die "Breitseite" des Wachteleis und ritzt dann mit dem Messer einen Schlitz hinein und klappt die beiden Eihälften auf. 


Extra-Tipp: Gut erhaltene Eierschalen lauwarm auspülen und aufbewahren, sie eignen sich prima als Oster-Deko.


In einem Top erhitze ich nun Wasser und geben die Eimasse in kleinen Gläschen (hier die billigen Teelichter vom schwedischen Möbelhaus) ins Wasserbad, ganz zärtlich wird gesalzen und gepfeffert, und nach 6-8 Minuten sind die Eier gar. 

Mein heutiger Test: Mit geräuchertem Lachs, einem winzigen Klecks Meerettich-Sahne und einem Hauch von Dill.
Natürlich kann man die leckeren Winzlinge auch einfach hartkochen, ich machte sie neulich mit Aioli-Creme und Kaviar, kam ziemlich gut an :-)




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